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[ARMA2] Hands on ARMA2 - Unser Review
29.05.2009 von Sudden Death

"Ich liege mit meinem Razor-Team auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand. Gut getarnt beobachte ich ein Dorf, in dem sich der Anführer der lokalen Rebellenbewegung aufhalten soll, während das Team sichert. Von Ferne ist der Gefechtslärm der Kämpfe in Chernogorsk zu hören. Auf unserem Weg zum Beobachtungsposten mussten wir im Wald einer Gruppe Wildschweine ausweichen. Wären sie aufgeschreckt davon gelaufen, hätten sie sicher unsere Position verraten. Nun liegen wir schon eine Weile hier und rings um uns schwirren Libellen, Schmetterlinge und andere Insekten. Mit dem Fernglas habe ich die Zielperson entdeckt, ruhig bringe ich das Ziel ins Fadenkreuz. Auf diese Entfernung muß ich leicht drüberhalten doch der Wind hat sich zum Glück wieder gelegt. Jetzt Luft anhalten und den Abzug gleichmäßig durchziehen. Plötzlich hören wir das Kettenrasseln eines russischen Panzers ganz in unserer Nähe. Kurz darauf erscheint dieser und bewegt sich langsam die Strasse zum Dorf rauf. Begleitet von mehreren Infanterie-Gruppen scheinen die Russen jemanden zu suchen - UNS! Jetzt müssen wir und für Angriff oder Rückzug entscheiden. Einen Angriff zu wagen wäre glatter Selbstmord, uns bleibt nur der Rückzug zur Position Charlie. Die Mission ist vorerst gescheitert."

So oder so ähnlich wird die ein oder andere Mission in ARMA2 ablaufen, aber dies ist nur eine von unzähligen Möglichkeiten die es gibt. Doch beginnen wir mit unserem Bericht am Anfang.

Die Installation
Für die Installation von ARMA2 benötigt ihr ca. 30 Minuten und 10GB Festplattenkapazität (das Spiel benötigt anfangs nur 8.25GB aber die ersten Patches und Addons werden nicht lange auf sich warten lassen). Als Kopierschutz arbeitet SecuRom beim Spielstart einen Disk-Check ab, eine Online-Aktivierung ist jedoch nicht notwendig. Je nach Zugriffsgeschwindigkeiten der Festplatten kann die Installation auch länger dauern. Ein Blick in den ARMA2-Ordner bringt die erste Überraschung - nur zwei Ordner (Addons und Dta), die ARMA2.exe und ein paar weitere Dateien befinden sich darin. Leider enthält die Verkaufsversion auch keine Server.exe was gerade die Mehrspieler-Fans enttäuschen wird. Trotzdem startet ARMA2 ohne Probleme. Hintergrund: selbst die Original-Kampagne und Missionen befinden sich im Addons-Ordner.

Der Einstieg
Nachdem ARMA2 gestartet ist, erinnern uns drei Splashscreens an den Hersteller des Spieles - Bohemia Interactive! Ein direktes Intro zum Spiel gibt es nicht. Schade, aber nebensächlich. Auf Dauer wäre es sowieso eher störend gewesen. Die Splashscreens lassen sich wie bei den Vorgängerspielen Operation Flashpoint und Armed Assault per "-nosplash" Befehlserweiterung in der ARMA2-Startverknüpfung umgehen. Viel schneller läd das Spiel jedoch dadurch nicht.

Im Hauptmenü angekommen, zeigt sich das neue User-Interface. Daran werden sich bestimmt wieder die Geister scheiden. Mir gefällt es, anderen wird es nicht gefallen. Doch schauen wir zuerst in die Grafik-Optionen. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten die Darstellung z.B. in Sachen Texturdetails oder Schatten den eigenen Wünschen anzupassen. ARMA2 selbst macht beim ersten Start einen eigenen Hardwaretest und passt die Einstellungen performancorientiert an. Dabei wird oftmals eine schlechtere Bildqualität geboten, die sich jedoch schnell korrigieren lässt. Sind die Optionen abgespeichert, werden sie von ARMA2 auch nicht mehr automatisch verändert.


Links: die Grafikoptionen
Rechts: das Hauptmenü bei Nacht


Auf meinem Testsystem (Intel C2D E8400 @ 3GHZ, 2GB DDR2-RAM, GF 8800GT 512MB, Windows XP SP3) lief ARMA2 von Anfang an ohne Probleme. Auf einem 22"-Full-HD-Display und hohen Grafikeinstellungen gelangt die Grafikkarte jedoch schnell an ihre Grenzen. Hierfür wird mindestens eine aktuelle Midrange-Karte (z.B. HD4870 oder GF GTS260) benötigt. Jedoch habe ich ARMA2 auch auf einer GF 8500GT zum laufen bekommen und es sah bei einer Auflösung von 1280x1024 noch nicht einem zu schlecht aus. Klar, mit den aktuellen HighRes-Screenshots ist das Ergebnis nicht zu vergleichen, aber es läuft.

Eine große Rolle in der Abstimmung zwischen Performance und Optik kommt dem "Füllrate"-Regler zu. Dieser sollte auf 100% stehen, dann entspricht die Rendering-Auflösung der Bildschirmauflösung. Man die Füllrate jedoch z.B. auf 80% senken. das bringt ca. 10 FPS zeigt sich aber sofort in der Bildqualität. Eine Erhöhung auf 125% bringt hingegen etwas schärfere Texturen kostet aber massiv FPS und sollte daher nur bei leistungsstarken Grafikkarten Anwendung finden.

Aus Performancegründen habe ich mich bei meinem 17"-TFT für eine Auflösung 1280x1024 mit überwiegend normalen bis hohen Settings entschieden. Jetzt ist sogar eine gute Schattendarstellung möglich, welche ich noch bei Armed Assault oftmals ausschalten musste. Mit dem Anti-Aliasing bin ich aber noch nicht zufrieden, hier scheinen ARMA2 und die NVIDIA-Treiber nicht das gleiche zu wollen.



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